Confidential computing im public sector

Cloud und KI souverän nutzen

Fachverfahren sollen auf gemeinsame Cloud-Plattformen migriert werden, IT-Dienstleister Aufgaben im Systembetrieb übernehmen und KI bei Datenbeständen und Anträgen unterstützen. Doch hohe Schutzanforderungen bremsen diese Use Cases aus – vor allem, weil sensible Informationen hier auf fremden Infrastrukturen verarbeitet werden und öffentliche Einrichtungen die Kontrolle über ihre Daten verlieren.

Confidential computing in the public sector
SOUVERÄNITÄT, DIE SICH NACHWEISEN LÄSST
GovTech-Framework

Souveräne Plattformen für Verwaltung und Gesundheitswesen

Confidential-Computing-Schicht für die Deutschlandplattform und MEDI:CUS.

Register-as-a-Service

Cloud-Register mit technischer Datenhoheit

Gewinnerkonsortium im RaaS-Wettbewerb von GovTech Deutschland und FITKO.

AnoMed II

Confidential AI für sensible Gesundheitsdaten

Anonymisierungsprojekt unter Leitung der Universität zu Lübeck.

Die Herausforderung

Die Sicherheitslücke: Ungeschützte Datenverarbeitung

Klassische Verschlüsselung schützt Daten bei der Speicherung und Übertragung. Während der Verarbeitung liegen sie jedoch unverschlüsselt im Arbeitsspeicher. Privilegierte Administratoren– oder Angreifer mit den entsprechenden Rechten – verfügen hier über technische Zugriffsmöglichkeiten, die vertragliche Vereinbarungen oder softwarebasierte Berechtigungsverwaltung nicht verhindern können.

Confidential Computing schützt Data in Use in verschlüsselten Trusted Execution Environments (TEEs). Diese nutzen integrierte Sicherheitsfunktionen moderner Chip-Technologien, um Workloads hardwaregestützt von der restlichen Infrastruktur zu isolieren, was selbst privilegierte Zugriffe verhindert. Über Remote Attestation lässt sich die Integrität der Ausführungsumgebungen zudem technisch verifizieren und Zero Trust auf die Infrastrukturebene ausweiten.

Data at rest

Schutz gespeicherter Daten

Speicherverschlüsselung · AES

Data in transit

Schutz übertragener Daten

Transportverschlüsselung · TLS

Die Lücke
Data in use

Schutz verarbeiteter Daten

Während der Verarbeitung liegen Daten unverschlüsselt im Arbeitsspeicher. Confidential Computing schließt diese Sicherheitslücke.

USE Cases

Neue Möglichkeiten für öffentliche Einrichtungen

01

Cloud und Managed Services sicher nutzen

Confidential Computing trennt den technischen Betrieb vom Zugriff auf sensible Daten und schafft so mehr Spielraum für externe Infrastrukturen und Services.

02

Confidential AI

Sensible Verwaltungsdaten fließen kontrolliert in KI-Prozesse ein – durch Pseudonymisierung vor der Interaktion mit externen Modellen, Modell-Ausführung in TEEs oder geschützte RAG-Workloads.

03

Behördenübergreifend mit sensiblen Daten zusammenarbeiten

Gemeinsame Analysen und Datenräume umsetzen, ohne Rohdaten gegenüber anderen Beteiligten oder dem Infrastrukturbetreiber offenzulegen.

Wie enclaive den Einsatz von Confidential Computing vereinfacht

Unterschiedliche Hardware-Technologien, Remote Attestation und Schlüsselmanagement müssen sicher zusammenspielen. enclaive bündelt diese Funktionen in einer integrierten Sicherheitsarchitektur und macht sie über unterschiedliche Cloud- und On-Premises-Umgebungen hinweg effizient nutzbar.

eMCP

Confidential computing in the multi-cloud

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eMCP

Eine zentrale Control Plane, um Confidential Environments über verschiedene Anbieter und Umgebungen hinweg automatisiert zu provisionieren und zentral zu verwalten.

vHSM · Nitride · Vault

Control over attestation and keys

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vHSM · Nitride · Vault

Nitride bietet unabhängige Remote Attestation und Workload IAM. Über Vault lassen sich Keys und Secrets kundenseitig und TEE-geschützt verwalten.

Buckypaper · Dyneemes

Confidential VMs and Kubernetes

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Buckypaper · Dyneemes

Buckypaper überführt VMs per Lift-and-Shift in TEEs und schützt auch Pods in cVMs. Dyneemes ermöglicht vertrauliche Orchestrierung in gängigen K8s-Distributionen.

Garnet

AI workloads with sensitive data

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Garnet

Externe Modelle erhalten nur pseudonymisierte Daten, eige-ne und Open-Weight-Modelle laufen in TEEs und Confidential RAG schützt auch Datenbasis, Retrieval und Verarbeitung.

Aufgepasst bei der Umsetzung

Wie Confidential Computing zum Souveränitätsfaktor wird
becomes a sovereignty factor

Confidential Computing verschafft öffentlichen Einrichtungen Kontrolle über ihre sensiblen Daten – auch auf fremden oder geteilten Infrastrukturen. Dafür müssen jedoch zentrale Voraussetzungen erfüllt sein.

Unabhängige Attestation
Attestierungsnachweise lassen sich selbständig überprüfen, um die TEE-Integrität zweifelsfrei zu verifizieren.
Externes Key Management
Schlüsselmaterial und dessen Freigabe müssen außerhalb der Kontrolle des Infrastrukturproviders bleiben.
Krypto-Agilität & Post-Quantum-Sicherheit
Kryptografische Verfahren sind quantenresistent und flexibel an neue Bedrohungen anpassbar.
Wechselfähigkeit & Multi-Cloud
Confidential Computing darf nicht an einen einzelnen Provider oder eine bestimmte Infrastruktur binden.
FAQ

Was Verantwortliche im Public Sector wissen wollen

Q·01Welche Bedeutung hat Confidential Computing für C5 und C3A?+

Der C5:2026 enthält eigene Confidential-Computing-Kriterien, etwa zur Remote Attestation. Beim C3A bestehen bei externem Key Management, clientseitiger Verschlüsselung und operativer Souveränität direkte Anknüpfungspunkte.

Q·02Wie unterstützt Confidential Computing die Anforderungen von NIS2 und BSIG?+

Gefordert sind angemessene technische Schutzmaßnahmen wie Kryptografie und Zugriffskontrollen. Confidential Computing ergänzt diese um Verschlüsselung von Data in Use und Schutz vor privilegierten Providerzugriffen.

Q·03Was unterstützt Confidential Computing DSGVO und Sozialdatenschutz?+

Confidential Computing stärkt technische Maßnahmen nach Art. 32 DSGVO und begrenzt unbefugte Zugriffe. Bei Sozialdaten unterstützt dies zusätzlich das Sozialgeheimnis nach § 35 SGB I und die Anforderungen an Auftragsverarbeitung nach § 80 SGB X.

Q·04Müssen bestehende Workloads angepasst werden?+

Nein, ein Refactoring ist nicht erforderlich. Die Integration erfolgt über offene Standards und APIs.

Q·05Welche Auswirkungen hat Confidential Computing auf die Performance?+

In der Regel entsteht nur ein geringer zusätzlicher Rechenaufwand von wenigen Prozent.

Q·06Auf welcher Infrastruktur läuft Confidential Computing?+

Cloud, Hybrid oder On-Premises. enclaives Lösung ist TEE-agnostisch und damit unabhängig von einzelnen Infrastruktur-Anbietern.

Q·07Wo wird Confidential Computing bereits eingesetzt?+

enclaive schützt sensible Workloads bereits in anspruchsvollen Plattform- und Digitalisierungsprojekten der öffentlichen Hand und des Gesundheitswesens. Dazu zählen die Register-as-a-Service-Referenzimplementierung, das GovTech-Framework als Grundlage für Deutschlandplattform und MEDI:CUS sowie das AnoMed-II-Projekt unter Führung der Universität zu Lübeck.

LEGEN SIE LOS

Schaffen Sie neuen Handlungsspielraum für die digitale Verwaltung

Cloud, KI und externe Betriebsmodelle lassen sich auch für sensible Workloads souverän erschließen. enclaive zeigt Ihnen, wie daraus eine sichere und belastbare Betriebsarchitektur wird.

01

Use Cases identifizieren

In einem ersten Gespräch analysieren Sie gemeinsam mit unseren Experten Ihre derzeitige Situation und bewerten, wo Confidential Computing den größten Mehrwert schafft und welche Partner hinzuziehen sind.

02

Architektur entwickeln

Anschließend übersetzen wir mit Ihnen zusammen Schutzbedarf, Infrastruktur und Souveränitätsanforderungen in ein passendes technisches Zielbild.

03

Pilot umsetzen

Gemeinsam mit unserem Netzwerk an kompetenten Technologie- und Integrationspartnern begleiten wir Ihr Projekt bei Implementierung, Pilotierung und die Überführung in den produktiven Betrieb.

Zertifizierungen & Sicherheitsstandards
Certified ISO/IEC 27001
IT Security made in Germany — TeleTrusT